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Photovoltaik Wartung PV-Anlagencheck Solaranlage Inspektion

12 versteckte Gründe warum deine PV-Anlage plötzlich 30% Leistung verliert

Sascha Wyss
Sascha Wyss

12 kritische Ursachen – sachlich erklärt

Einleitung

Hast du bemerkt, dass deine Photovoltaikanlage deutlich weniger Strom produziert als noch vor einigen Monaten? Damit bist du nicht allein. Jährlich erleben tausende Anlagenbetreiber genau dieses Szenario: Die erwarteten Erträge bleiben aus, das Monitoring zeigt Abweichungen – teils bis zu 30 % oder mehr.

Aus unserer täglichen Arbeit bei EP-Vision wissen wir: In den meisten Fällen haben solche Einbrüche konkrete, technisch erklärbare Ursachen. Dieser Beitrag zeigt dir die 12 häufigsten Gründe für Leistungsverluste, ordnet sie fachlich ein und hilft dir, Ertragseinbussen realistisch zu bewerten – ohne Verkaufsinteressen, ohne Alarmismus.


Verschattung
Verscmutzung
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Die 12 häufigsten Ursachen für Leistungsverluste bei PV-Anlagen

  1. Verschmutzung der Solarmodule

    Staub, Pollen, Vogelkot oder Industrieablagerungen reduzieren die  Lichtdurchlässigkeit der Module. In der Praxis sehen wir dadurch Ertragseinbussen von 10–25 %, insbesondere bei flachen Dachneigungen oder in landwirtschaftlich geprägten Regionen.

  2. Verschattung durch Pflanzenwachstum

    Bäume und Sträucher verändern sich über Jahre. Bereits die Teilverschattung einzelner Module kann durch die String-Verschaltung den gesamten Strang beeinflussen – oft stärker als erwartet.

  3. Wechselrichter arbeitet eingeschränkt oder fehlerhaft

    Der Wechselrichter ist die zentrale Steuereinheit deiner Anlage. Altersbedingte Effizienzverluste, interne Fehler oder thermische Probleme führen häufig zu nicht offensichtlichen Mindererträgen, obwohl die Anlage scheinbar «läuft».

  4. Natürliche Modulalterung (Degradation)

    Auch hochwertige Module verlieren jährlich etwa 0,5–0,7 % Leistung. Dieser Effekt ist normal – problematisch wird es, wenn die Abweichung deutlich über den Herstellerangaben liegt.

  5. Planungs- oder Installationsschwächen

    Eine nicht optimale Ausrichtung, falsche Neigung, ungünstige String-Aufteilung oder eine Wechselrichter-Dimensionierung außerhalb des Idealbereichs wirken sich dauerhaft auf den Ertrag aus – oft erst Jahre später sichtbar.

  6. Kabel- und Kontaktprobleme

    Witterung, UV-Strahlung oder Nagetiere können Leitungen und Steckverbindungen schädigen. Erhöhter Übergangswiderstand verursacht unsichtbare Verluste, die im Alltag kaum auffallen.

  7. Hotspots und Zelldefekte

    Teilverschattung, Verschmutzung oder Materialfehler können zu lokalen Überhitzungen führen. Diese sogenannten Hotspots schädigen Zellen dauerhaft und senken die Modulleistung spürbar.

  8. Defekte Bypass-Dioden

    Bypass-Dioden schützen Module bei Verschattung. Fallen sie aus, entstehen untypische Spannungsverläufe und erhebliche Leistungsverluste – teilweise ohne eindeutige Fehlermeldung.

  9. Netzbedingte Abregelungen

    In Regionen mit hoher PV-Dichte greifen Netzbetreiber vermehrt ins Einspeisemanagement ein. Solche Abregelungen sind nicht immer transparent im Monitoring sichtbar, wirken sich aber direkt auf den Ertrag aus.

  10. Unzureichende Hinterlüftung

    Hohe Modultemperaturen reduzieren die Leistung kristalliner Module um ca. 0,4–0,5 % pro Grad Celsius über der Optimaltemperatur. Besonders bei Indach- oder sehr flach montierten Anlagen relevant.

  11. Mechanische Schäden und Mikrorisse

    Hagel, Schneelasten oder Montagebeanspruchungen können feine Zellrisse verursachen. Diese sind visuell kaum erkennbar, führen aber langfristig zu Ertragsverlusten und Folgeschäden.

  12. Mess-, Monitoring- oder Erwartungsfehler

    Nicht jede Abweichung ist ein technischer Defekt. Falsch konfigurierte Monitoringsysteme, unplausible Vergleichswerte oder veraltete Prognosen erzeugen häufig den Eindruck eines Problems, obwohl die Anlage korrekt arbeitet.

 

Häufige Fragen aus der EP-Vision-Praxis


Woran erkennst du die tatsächliche Ursache?

Eine strukturierte Analyse kombiniert Monitoring-Daten, Sichtprüfung und – bei Bedarf – Messungen wie Thermografie oder String-Analyse. Erst das Gesamtbild liefert eine belastbare Aussage.

Was gilt als normaler Leistungsverlust?

Ein langsamer Rückgang von rund 0,5–0,7 % pro Jahr ist üblich. Auffällige Einbrüche innerhalb kurzer Zeit sind hingegen ein klares Indiz für technische oder betriebliche Ursachen.

Sind professionelle Inspektionen wirtschaftlich sinnvoll?

Aus neutraler Sicht: Ja. Nicht wegen „Wartung um jeden Preis“, sondern weil unerkannt verlorene Erträge und verpasste Garantieansprüche langfristig deutlich teurer sind.

 
 

Fazit aus Sicht von Eco Power Vision

Leistungsverluste bei PV-Anlagen sind kein Ausnahmefall, sondern Teil des realen Anlagenbetriebs. Entscheidend ist nicht, ob Abweichungen auftreten, sondern wie früh und wie sauber sie eingeordnet werden.

Viele Ursachen lassen sich technisch klar erklären, voneinander abgrenzen und objektiv bewerten. Genau hier setzt der EP-Vision-Ansatz an: unabhängig, datenbasiert und ohne Verkaufsdruck – damit du weisst, was deine Anlage tatsächlich leistet und warum.

Könnte deine Anlage bereits Ertrag verlieren – ohne dass du es merkst?

Viele Minderleistungen bleiben im Alltag unsichtbar und kosten jedes Jahr unnötig Stromertrag und Geld.
Ein unabhängiger Anlagencheck zeigt dir klar und verständlich, wo deine Anlage heute wirklich steht – technisch, visuell und ertragsseitig.

Ohne Verkaufsdruck. Nur Fakten.


Quellenverzeichnis

Bundesamt für Energie (BFE, Schweiz)
Themen: Betrieb von PV-Anlagen, Erträge, Degradation, Netzintegration

Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE)
Themen: Netzintegration, Abregelung, Spannungsprobleme, Einspeisemanagement

Swissolar – Branchenverband Solarenergie Schweiz
Themen: Betrieb, Qualität, Wartung, typische Fehlerbilder bei PV-Anlagen

 

 

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