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Solaranlage Wartung Monitoring Ertragsoptimierung

Die 7 besten Monitoring-Lösungen für deine Solaranlage 2026

Sascha Wyss
Sascha Wyss |

Leistungseinbrüche erkennen, bevor du Geld verlierst

Einleitung

Stell dir vor, deine Solaranlage produziert seit Wochen 25 % weniger Strom – und du merkst es erst bei der Jahresabrechnung. Genau das passiert in der Schweiz häufiger, als viele denken. Ohne professionelles Monitoring bleiben Defekte, Verschattung, Kommunikationsfehler oder degradierende Module oft monatelang unentdeckt.
Moderne Monitoring-Systeme sind heute ein zentrales Element jeder wirtschaftlich betriebenen PV-Anlage. Sie liefern Transparenz, erkennen Abweichungen frühzeitig und schaffen die Datengrundlage für Garantie-, Versicherungs- und Optimierungsfragen.


Warum professionelles Monitoring unverzichtbar ist

Photovoltaikanlagen sind dynamische Energiesysteme. Wetter, Alterung, Netzrückwirkungen und einzelne Komponenten beeinflussen laufend die Leistung.
Erfahrungen aus der Praxis zeigen:

  • Überwachte Anlagen erzielen 8–12 % höhere Erträge
  • Fehler werden nicht zufällig, sondern systematisch erkannt
  • Leistungsnachweise sind juristisch belastbar dokumentiert

Gerade in der Schweiz verlangen Versicherungen und Hersteller immer häufiger Monitoring-Daten als Voraussetzung für Leistungs- oder Schadensansprüche.

 

Die 7 führenden Monitoring-Lösungen im Überblick

  1. Priot – Schweizer All-in-One-Plattform

    Priot ist herstellerunabhängig und speziell auf den Schweizer Markt ausgelegt. Die Plattform funktioniert mit nahezu allen gängigen Wechselrichtern und kombiniert Monitoring, Analyse und intelligentes Energiemanagement. [1]

    Stärken:

    - Herstellerübergreifend
    - Integration von Wärmepumpen, Wallboxen & Smart-Home
    - Datenspeicherung auf Schweizer Servern
    - laufendender Vergleich zwischen Ist-Ertrag und realistischem Soll-Ertrag.
     - Automatische Störmeldungen und Optimierungshinweise


  2. SMA Sunny Portal

    Für SMA-Wechselrichter bietet das Sunny Portal eine nahtlose, kostenfreie Basislösung. Die Oberfläche ist klar strukturiert und ideal für Anlagenbetreiber ohne technisches Vorwissen. [2]

    Einschränkung:

    - Die volle Funktionalität ist auf SMA-Systeme beschränkt.

  3. Fronius Solar.web

    Solar.web überzeugt durch hervorragende Visualisierung und Prognosefunktionen. Besonders die Kombination aus Echtzeitdaten und Wetterabgleich ist praxisnah. [3]

    Stärken:
    - Sehr guteAPP
    - Prognose vs. Ist-Vergleich
    - erweiterbar auf grössere Anlagen

  4. SolarEdge Monitoring Portal

    Dank Modul-Optimierern liefert SolarEdge Monitoring Daten auf Modulebene. Das reduziert Suchzeiten bei Störungen erheblich und ist besonders bei komplexen Dachlayouts wertvoll. [4]

  5. Loxone Smart-Home-Integration

    Loxone verbindet Monitoring direkt mit aktiver Steuerung. Verbraucher werden automatisch dann aktiviert, wenn Solarstrom verfügbar ist. [5]

    Fokus:
    - Eigenverbrauchsoptimierung
    - Vollständige Hausautomation
    - Monitoring als Teil des Gesamtsystems

  6. Huawei FusionSolar

    FusionSolar setzt auf KI-basierte Mustererkennung und moderne Benutzerführung. Technisch leistungsfähig, jedoch vollständig an Huawei-Hardware gebunden. [6]

  7. Solar-Log von Solare Datensysteme

    Solar-Log ist eine bewährte, hardwarebasierte Lösung mit lokaler Datenspeicherung. Besonders geschätzt wird die hohe Systemstabilität und die detaillierte Fehlerdiagnose. [7]
     
    Stärken:
    - Sehr hohe Wechselrichter-Kompatibilität
    - Funktioniert auch bei Internetausfall
    - Lokale Datenhaltung möglich
    - Herstellerunabhängig
 
 

Pvoutput.org – Community-Ansatz

Eine kostenlose Plattform für datenaffine Betreiber. Ideal zum Vergleich mit regional ähnlichen Anlagen.

Fazit aus Sicht von Eco Power Vision


Leistungsverluste bei PV-Anlagen sind kein Ausnahmefall, sondern Teil des realen Anlagenbetriebs. Entscheidend ist nicht, ob Abweichungen auftreten, sondern wie früh und wie sauber sie eingeordnet werden.

Viele Ursachen lassen sich technisch klar erklären, voneinander abgrenzen und objektiv bewerten. Genau hier setzt der EP-Vision-Ansatz an: unabhängig, datenbasiert und ohne Verkaufsdruck – damit du weisst, was deine Anlage tatsächlich leistet und warum.

Entscheidungskriterien – was wirklich zählt

  1. Kompatibilität
    Passt das System zu deinem Wechselrichter – heute und morgen
  2. Datenfrequenz
    Echtzeitdaten ermöglichen schnelleres Erkennen und gezielte Analyse.
  3. Alarmierung
    Monitoring ohne aktive Benachrichtigung verliert seinen Zweck.
  4. Datenschutz
    Serverstandort und Datenhoheit sind in der Schweiz zentral.
  5. Wirtschaftlichkeit
    Schon wenige Tage Ausfall pro Jahr rechtfertigen professionelles Monitoring.
  6. Eigenverbrauch & Integration
    Monitoring wird besonders wertvoll, wenn es mit Verbrauchssteuerung kombiniert wird.

Häufige Fragen – kurz erklärt

Nachrüstung möglich?
Ja, bei fast allen Anlagen – auch bei älteren Systemen.
 
Internet erforderlich?
Ja.  Datenmengen sind sehr gering.
 
Mehrere Anlagen verwalten?
Ja, mit professionellen Plattformen problemlos möglich.
 
Daten in der Cloud oder lokal?
Beides ist möglich – mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Fazit

Monitoring ist heute ein zentraler Bestandteil jeder wirtschaftlich betriebenen Solaranlage. Es schützt Erträge, vereinfacht Garantiefälle und schafft Transparenz über Jahre hinweg.

Herstellerlösungen eignen sich gut für homogene Systeme. Herstellerunabhängige Plattformen bieten mehr Flexibilität,  Integrationsmöglichkeiten und langfristige Sicherheit – insbesondere bei Erweiterungen oder gemischten Komponenten.

Unabhängig vom gewählten System gilt:

Eine überwachte Anlage ist immer besser als eine unbeobachtete.

 

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